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Best Case „Mettlach“: Revolution beim Wertstoffrecycling

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Recycle Reduce Reuse

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kevin dooley / Foter / CC BY

Der Gemeinde Mettlach hat ein wegweisendes Konzept beim Wertstoffrecycling etabliert und setzt damit bundesweite Standards bei der Abfallvermeidung und Wertstofferfassung. Das Modell erzielt außergewöhnlich hohe Sammelmengen für Wertstoffe, Elektroaltgeräte und Schadstoffe.

In Mettlach konnte das jährliche Restabfall- und Sperrmüllaufkommen innerhalb eines Jahres von 126 kg auf 116 kg reduziert werden. Vor Einführung des dortigen Rückkonsumzentrums fielen pro Jahr und Einwohner noch 245 kg Restabfall und Sperrmüll an. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt lag 2013 bei 191 kg. Gleichzeitig konnte Mettlach im vergangenen Jahr 107 kg Wertprodukte pro Kopf separat erfasst werden – 26 kg mehr als 2013, was einer Zunahme um mehr als 30 Prozent entspricht.

Das neue Konzept revolutioniert die Wertstofferfassung und überzeugt bei der Rückgabe von Abfällen in einem „Rückkonsumzentrum“ durch den besonderen Servicegedanken. Unterstützt von geschultem Personal, können die Bürger der 13.000-Einwohner-Gemeinde in einer Art „Drive-In-Lösung“ ihre Wertstoffe zurückgeben, damit sie korrekt entsorgt oder recycelt werden. Im Gegensatz zu anderen kommunalen Sammelstellen erfasst das neue Modell Wertprodukte in über 40 Fraktionen sortenrein und trennt sie nach Material und Inhaltsstoffen. Außerdem ermöglicht eine Tauschbörse vor Ort die Weiternutzung gebrauchter Gegenstände, wie z.B. Spielzeug, Bücher oder Möbel.

Konzept des Urban Mining

Die Rücknahmemengen von Problemstoffen und Elektroaltgeräten sind in Mettlach deutlich höher als der bundesdeutsche Durchschnitt. So konnten 2014 pro Einwohner 3,8 kg Problemstoffe und mehr als 11 kg Elektroaltgeräte gesammelt werden. Im Vergleich dazu liegen die bundesweiten Sammelmengen pro Kopf und Jahr für Problemstoffe lediglich bei 1 kg und für Elektroaltgeräte bei 7 kg.

Bürger, die ihre Wertstoffe im Rückkonsumzentrum abgeben, sparen darüber hinaus Abfallgebühren für den eigenen Haushalt. Ein eigens eingeführtes Abfall-Ident- und Verwiegesystem erfasst das Gewicht jeder einzelnen Restabfalltonne bei der Entleerung und berechnet individuelle Abfallgebühren anhand der tatsächlichen Restmüllmenge. Das schafft einen ökonomischen Anreiz für die Bürger, Abfälle getrennt zu sammeln und abzugeben. Denn: Je leichter die Restabfalltonne, desto geringer die Abfallgebühren.

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