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Clean Energy Ministerial: Ideen globaler Klimapolitik

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Clean Energy MinisterialAuf Einladung des US Energieministers Steven Chu tagte in Washington D.C. das Clean Energy Ministerial, um die Chancen und Möglichkeiten internationaler Klimaschutzzusammenarbeit zu diskutieren, Ideen vorzustellen, Informationen auszutauschen und Handlungen zu koordinieren. Auf dem Weg zur weltweit flächendeckenden Energieversorgung auf Basis regenerativer Quellen ist die Politik besonders gefragt. Schwindende Ressourcen, der Ausstoß klimaschädigender Gase und schließlich der Klimawandel selbst betreffen die Menschen gleichermaßen in allen Regionen der Welt.

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Die Welt befände sich am Scheitelpunkt der Energiewende. Neue Technologien und Effizienzsteigerungen brächten fortwährend Neuerungen im Energiesektor. Und diese gelte es zu nutzen: So könnten Treibhausgase reduziert, Arbeitsplätze geschaffen, Energiearmut bekämpft und die saubere Energiegewinnung auf Dauer etabliert werden. Diese hohen Ziele schrieb sich das US Department of Energy für die Konferenz auf die Fahne. Bereits im Dezember 2009 wurden eine Reihe an möglichen Aktionsplänen vom Major Economies Forum on Energy and Climate veröffentlicht. Dieses Forum vereinigt die 17 stärksten Wirtschaftsnationen. Die Aktionspläne behandeln Themen wie Elektromobilität, Energieeffizienz von Gebäuden, emissionsarme Kohletechnologien oder Smart Grids. Der Clean Energy Ministerial diente nun der Diskussion und Konkretisierung dieser Themen.

Vorgestellt wurde unter anderem auch eine Initiative zum Ausbau von Solar- und Windenergie, die gemeinsam von Deutschland, Dänemark und Spanien entwickelt wurde. Sie setzt auf Dokumentation und Information. Entstehen soll ein umfangreiches, leicht zugängliches Informationsportal, für das kartografische sowie klimatische Daten gesammelt und zu einem Solar- und Windatlas vereint werden sollen, mit dessen Hilfe Potentiale bzw. Hindernisse für den Ausbau erneuerbarer Energien erkannt werden können. Auch Informationen zu Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten sollen zur Verfügung gestellt werden. „In vielen Ländern fehlen immer noch grundlegende Informationen, um erneuerbare Energien voranzubringen“, so Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums. „Hier setzen wir mit unserer Initiative an.“

Kraftwerk Scholven, GelsenkirchenKohlekraftwerk in GelsenkirchenGuy Gorek / Foter.com / CC BY-NC-ND

Deutschland hat sich außerdem drei weiteren Initiativen angeschlossen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bekannt gibt, handelt es sich dabei um Programme zur Steigerung der Energieeffizienz von Produkten, zur Elektromobilität sowie zur Entwicklung von CCS-Technologien, d.h. Maßnahmen zur Kohlenstoffnutzung und -speicherung. Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär des BMWI, äußerste sich wie folgt: „Das heutige Clean Energy Ministerial Meeting hat gezeigt, wie wichtig internationale Kooperation für die kosteneffektive und zielorientierte Umsetzung einer klimafreundlichen Energiepolitik ist. Ich freue mich, dass wir heute drei bedeutenden Initiativen beigetreten sind. Deutschland kann hierdurch sowohl von den Erfahrungen anderer Länder lernen, als auch seine internationale Spitzenstellung bei der Entwicklung emissionsarmer Energietechnologien weiter ausbauen.“

In Zukunft soll der Clean Energy Ministerial jährlich stattfinden und sich schrittweise zu einem Forum globaler Zusammenarbeit für die Bereiche Klimapolitik und Energiewende etablieren. 2011 werden die Vereinigten Arabischen Emirate den Gipfel in Abu Dhabi, unweit des Projektes der CO2-neutralen Stadt Masdar City, veranstalten.

Weiterführende Informationen zum Treffen, inkl. der aktuellen Agenda.

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