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Qualität von Leitungswasser: Dänemark serviert „Rohrperle“ für Staatsgäste

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Kein Scherz: Während ihrer EU-Ratspräsidentschaft warden die Dänen ihren Staatsgästen  Leitungswasser servieren. Eine Entscheidung, die auch von den kommunalen Herstellern von Trinkwasser, in Deutschland begrüßt wird. Obwohl Mineral- und Trinkwasser in Deutschland vergleichsweise hohen Standards entspricht, sollte man aber im Blick haben welches Wasser man zu sich nimmt. 

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Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der auf politischer Ebene für die lokalen Hersteller von Trinkwasser Partei ergreift, ist angesichts der Ankündigung Dänemarks aus dem Häuschen: “Der beste Durstlöscher ist noch immer reines Trinkwasser – direkt aus der Leitung”, so Dr. Beckereit, VKU-Vizepräsident Wasser/Abwasser. “Es wird frei Haus geliefert, hat höchste Qualität und ist preiswert.” Daran ist vieles richtig: Was den Dänen recht ist, kann den Deutschen nur billig sein: Erst vor Kurzem haben Bundesgesundheitsministerium und Umweltbundesamt einen Bericht zur Trinkwasserqualität in Deutschland vorgelegt. Ergebnis: Trinkwasser hat in Deutschland oft eine gute bis sehr gute Qualität (Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4238.html). Und was den Preis betrifft: In Deutschland kostet ein Liter frisches Trinkwasser aus der Leitung deutlich weniger als einen Cent.

Auch die Verbraucher wissen um die Vorzüge des Trinkwassers in Deutschland: Image und Qualität der kommunalen Trinkwasserversorgung ist in Deutschland auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Das zeigen die neusten Ergebnisse einer Zeitreihenstudie des Instituts für empirische Sozial- und Kommunikationsforschung (I.E.S.K.) zu Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland (2010). Neben der sehr hohen Wertschätzung spiegelt die Studie den besonderen Anspruch wider, den die deutschen Verbraucher an ihr Trinkwasser richten. Kaum überraschend ist, dass für die Mehrheit der Befragten Wasser ein tägliches Lebensmittel mit hoher Qualitätseinschätzung ist: Drei Viertel der Verbraucher bewerten Trinkwasser regelmäßig mit “gut” oder “sehr gut”.

 

Trinkwasser in Dänemark
busch63 / Foter / CC BY-NC-SA

Probleme gibt es dennoch auch bei den deutschen Trinkwasserherstellern. So kritisierte Foodwatch wiederholt die Uranbelastung in Trink- und Mineralwasser, die teilweise so stark sei, dass gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen sind. Die Belastung durch die chemische Geftigkeit des Schwermetalls, sei vor allem für Säuglinge und Kleinkinder problematisch. Hohe Belastungen können hier zum Beispiel zu einer Schädigung der Nieren führen.

Für Mineralwasser existiert bislang kein allgemeingültiger Grenzwert. Lediglich Wasser, das mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ angeboten wird, darf einen Grenzwert von mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter nicht überschreiten. Für Trinkwasser gilt seit dem 1. November 2011 ein Grenzwert von 10 Mikrogramm Uran pro Liter. Dieser sei lt. Foodwatch jedoch so hoch angesetzt, dass zwar Erwachsene, nicht aber Säuglinge und Kleinkinder ausreichend geschützt seien.

Übersicht: Uran in Ihrem Mineralwasser!

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