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Essen auf dem Müll – Bericht: “Global food losses and food waste”

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Kalkutta: Kinder auf Nahrungssuche
Sterneck / Foter / CC BY-NC-SA

Schrumpelige Äpfel, gekrümmte Gurken, abgelaufene Jogurts, halb verzehrte Fertiggerichte: Studien zufolge landet jährlich rund ein Drittel der weltweiten Lebensmittelproduktion auf dem Müll – Tendenz steigend. Mit etwa 550 Billionen Liter Trinkwasser wurden 2012 fast zwei Mrd. Tonnen Lebensmittel produziert, die ungegessen auf dem Müll landeten. Das entspricht ungefähr einem Drittel der gesamten Jahresproduktion an Lebensmitteln. Sie würde ausreichen um drei Mrd. Menschen zu ernähren.Die Tendenz Lebensmittel wegzuwerfen ist in den reichen Industrienationen erwartungsgemäß stärker ausgeprägt als in ärmeren Ländern. Verschiedenste Forschungsorganisationen wie:

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sind sie einig, dass der Berg an anfallendem Nahrungsmittelmüll wächst, je größer der Wohlstand des Landes ist. So wirft jeder Verbraucher in Europa und Nordamerika jährlich schätzungsweise 95 bis 115 kg Lebensmittel weg. Hinzu kommt eine in etwa doppelt so hohe Menge, die von den Lebensmittelproduzenten vernichtet wird (185 kg).  Bei  Menschen, die in der südlichen Sahara und einigen Teilen Süd-/Südostasien leben, liegt dieser Wert bei lediglich sechs bis elf kg jährlich (Film: Die Sache mit dem Hunger). In Deutschland werden je Einwohner 82 Kilogramm Lebensmittel/Jahr weggeworfen – was einem Gegenwert von ca. 230 EUR entspricht.

Mindesthaltbarkeitsdatum: Falsche Wegwerfmentalitaet
Gregory Pleau / Foter / CC BY-SA

Die Ursachen für diese hohen Quoten und die „Wegwerfmentalität“ sind vielfältig: Die Ernte verfault auf Feldern oder maroden Transportwegen, Gemüse entspricht nicht den strengen Standards und Supermarktketten kaufen nur die allerfrischeste Ware. In reichen Ländern werfen die Endverbraucher zudem oft Essen weg, weil Sie die Bedeutung des so genannte „Haltbarkeitsdatum“ nicht kennen.

Das „Haltbarkeitsdatum“ auch „Mindesthaltbarkeitsdatum“ beschreibt einen Zeitraum, zwischen Kauf und „Haltbarkeitsdatum“ in dem der Hersteller einen gleichwertigen Zustand des Lebensmittels garantiert. Dass ein Produkt nach Ablauf dieses Zeitraums generell ungenießbar wäre, ist schlicht und ergreifend Quatsch – es wegzuwerfen oft unangebracht. Projekte wie das Portal Food-Sharing begegnen der “Wegwerfmentalität” mittlerweile, indem Sie Plattformen entwickeln, auf denen der Austausch von Lebensmitteln ermöglicht wird!

Auf Unternehmensseite gibt es ähnliche Ansätze, z.B. bei Kooperationen mit Bedüftigtentafeln u.ä. Das grundsätzlich Problem der Überproduktion infolge verfehlter Subventionsanreize und zu hoher Qualitätsstandards in den Supermarktketten kann damit jedoch allenfalls abgemildert werden. Insgesamt summieren sich diese Faktoren auf eine Wegwerfquote von 30 bis 50 Prozent aller produzierten Lebensmittel, die damit zur Bekämpfung des Hungers verlorengehen.

Übersichtskarte der FAO: Weggeworfene Lebensmittel pro Kopf und Jahr 2012

Verbraucher Produktion,
Transport und
Handel
Summe
1 Nordamerika und Australien 115 181 296
2 Europa und Russland 95 186 281
3 China, Japan, Südkorea 73 163 236
7 Mittel- und Südamerika 25 198 223
5 Nördliches Afrika, Zentralasien 33 183 216
4 Sub-Sahara Afrika 6 161 167
6 Süd- und Südostasien 11 114 125

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