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Mosterzyklon „Yasi“ zerstört Great Barrier Reef

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Nataraj Metz / Foter.com / CC BY-NC-SA

Vor Australiens Küste erstreckt sich das größte Korallenriff der Welt, das zu den sieben Naturwundern gehörende Great Barrier Reef. Während des Wirbelsturms „Yasi“ wurde es heftig verwüstet. Die Korallenbestände an der Meeresoberfläche wurden größtenteils zerstört.

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Ende Januar war es soweit. Die Ministerpräsidentin von Queensland Anna Bligh verkündete, wer jetzt nicht in Sicherheit sei, brauche sich auch nicht mehr auf die Flucht zu begeben. Vor der Küste türmten sich zu diesem Zeitpunkt bereits kilometerhohe, dunkle Wolkenwände auf. Im südlichen Teil von Queensland riss der Wind ganze Wälder nieder. Mit dem Eintreffen des Monsterzyklons „Yasi“ begann für Australiens Nordosten die schwerste Naturkatastrophe seit Jahren. Die Behörden bezeichneten den Zyklon gar als das „schlimmste Unwetter seit Generationen“. „Yasi“ peitschte mit Windstößen von mehr als 300 km/h über die Küste. Es gibt nur wenige Kategorie 5 Stürme – Yasi war einer der stärksten jemals gemessenen Wirbelstürme. Er erreichte eine ähnliche Zerstörungskraft wie Hurrikan Katrina, der 2005 die Südküste der USA und New Orleans’ komplett verwüstete.

Brandung schlägt über das gesamte Riff

Korallenbleichen und Dornenseesterne haben dem immer noch fast 2.500 km langem Great Barrier Reef in der Vergangenheit stark zugesetzt. Australien hat daraufhin massiv gegengesteuert – noch Anfang Januar schien sich das Riff nach einem Jahrzehnt der Bedrohung langsam zu erholen. Doch nun kam „Yasi“: Und wie sich herausstellte, richtete der Mosterzyklon nicht nur auf dem australischen Festland schwere Schäden an; auch die Unterwasserwelt wurde kräftig durcheinandergewirbelt. Normalerweise glitzert der Pazifik vor der Nordost-Küste in klarem Azurblau – jetzt trüben milchige Schwaden den Ozean. Es sind die zerborstenen Bruchstücke des Great Barrier Reefs. Das von „Yasi“ aufgepeitschte Wasser hat große Teile des Riffs geradezu pulverisiert und eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Normalerweise wachsen die Korallen bis in die Nähe der Meeresoberfläche. Die Ränder des Riffs bilden dann eine fast unüberwindliche Sturmbarriere, an der Flutwellen auf ein ungefährliches Maß heruntergebremst werden. So geschehen mit Kategorie 4 Sturm „Larry“, der 2006 über das Riff fegte. Bei „Yasi“ preschte die riesige Brandung über die gesamte Breite des Riffs. Die Schäden sind beträchtlich: Überall treiben Korallentrümmer.

Flutkatastrophe verschärft die Lage

Der Sturm trifft das Riff zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Während der Überschwemmungen Mitte Januar gelangten bereits Unmengen von Düngemitteln, Sedimenten, Pestiziden und Abwässern in den sensiblen Küstenabschnitt und trübten das Wasser merklich – ein Giftcocktail für das Riff. Die Lebewesen benötigen sehr klares Salzwasser, da sie in Symbiose mit einzelligen Algen leben, die aus Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht Zucker und andere Nährstoffe synthetisieren, die sie direkt an die Korallen abgeben. Der Schlamm im Wasser verhindert diesen Prozess. Durch die starken Regenfälle nach „Yasi“ werden nun weitere Schadstoffe in die Riffregion gespült.

Die Selbstheilung des Riffs

Natürlich ist das Riff an Stürme angepasst. Doch obwohl Wirbelstürme wie „Yasi“ Teil der Natur sind, muss man anerkennen, dass mit dem globalen Klimawandel die Grenzen zwischen natürlichen Einflüssen und dem Einfluss des Menschen zunehmend verschwimmen. Die Wissenschaftler vom „Great Barrier Marine Park Authority“ gehen davon aus, dass es 10 Jahre dauern wird bis das Riff in neuer Pracht erblüht. Vorraussetzung: Es gibt keinen weiteren Wirbelsturm.

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