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Klimascout.de: Neue Ideen zur Anpassung an den Klimawandel

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Auch in Deutschland beschränkt sich die Aufgabe zur Umsetzung nachhaltiger Klimapolitik nicht mehr nur auf den Klimaschutz selbst. Denn fast ebenso wichtig ist die Anpassung an die schon heute unvermeidbaren Folgen des Klimawandels. Um diese Aufgabe zu organisieren, wurde 2008 durch die Bundesregierung die „Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ (DAS) beschlossen. Drei Jahre später folgte der Aktionsplan „Anpassung“. Es geht darum, Orientierungshilfen zu bieten, das Risiko zu konkretisieren und Anpassungsstrategien zu entwickeln. An der Umsetzung ist auch das Klimabündnis (www.klimabuendnis.org), ein europaweites Städtenetzwerk für den Klimaschutz, beteiligt. Der mehr als 1300 kommunale Mitglieder zählende Verein bietet nun eine neue Informationsplattform zum Thema an: Den KlimaScout.

Wissensvermittlung ist ein zentraler Bestandteil, wenn es um die Folgen des Klimawandels (Film: Zahl der Klimaflüchtlinge steigt rapide) geht. Daher wurde der „KlimaScout“ entwickelt, der in Funktion und Gestaltung stark an die Online-Enzyklopädie Wikipedia erinnert. Nach der Anmeldung kann jeder Benutzer Artikel bearbeiten oder neu verfassen. Auf diese Weise können Erfahrung und Wissen aus den verschiedenen Gebieten der Anpassung zusammengetragen werden. Inhaltlich ist der KlimaScout in zwei Bereiche mit unterschiedlichen Zielgruppen unterteilt:

Der KlimaScout für Kommunen informiert über Rahmenbedingungen und bietet Hilfestellung bei der Entwicklung von Anpassungsstrategien auf lokaler Ebene. Bereits vorgenommene Maßnahmen – wie die Erfassung der UV-Strahlung durch das Bundesamt für Strahlenschutz oder die Förderung privater Dachbegrünung der Stadt Stuttgart – werden thematisch den 15 Handlungsfeldern des „DAS“ zugeordnet. Bisher haben nur wenige Städte und Kommunen Anpassungsstrategien z. B. im Bereich Hochwasserschutz. Zukünftig werden jedoch umfassende Pläne benötigt, deren Entwicklung durch den KlimaScout angeregt und erleichtert werden soll.

Der KlimaScout für BürgerInnen führt in die allgemeine Problematik der Klimaveränderung ein. Hier gibt es praktische und leicht verständliche Tipps, die jeder Einzelne im Alltag umsetzen kann. Gegliedert ist der KlimaScout für BürgerInnen nach Extremwetterereignissen (Unwetter, Hochwasser, Trockenheit, Hitze- und Kältewellen) sowie nach Alltagssituationen (Verkehrsteilnehmer, Hausbesitzer, Kleingärtner, Senioren, Kleintierbesitzer, Gesundheit und Versicherungsnehmer). Zu jedem Wetterereignis gibt es Tipps, so beispielsweise den Ratschlag, bei Hochwasser den Strom im Keller abzuschalten und einen überfluteten Keller nicht mit vermeintlich isolierenden Gummistiefeln zu betreten. Unter dem Menüpunkt Kleintierbesitzer findet man Hinweise z.B. zur richtigen Futtermenge für Fische im Gartenteich.

Genutzt werden kann der KlimaScout also von jedem, egal ob Privatperson ohne Vorkenntnisse oder Mitglied einer Kommune. Die Initiatoren hoffen auf aktive Beteiligung beim Ändern und Verfassen der Beiträge. Der KlimaScout wird gefördert vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

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