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Klimaschützer Kommune

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Klimaschützer Kommune

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Windwärts Energie / Foter / CC BY-NC-ND

Klimaschutz beginnt in den Kommunen. Eine zentrale Herausforderung im Zuge der Energiewende ist die Frage nach der umweltverträglichen Umgestaltung der Energieversorgung. Energie- und Klimaschutzpolitik werden dabei oft in globalen oder nationalen Zusammenhängen gedacht. Der träge Prozess auf dem internationalen Parkett veranlasst immer mehr Kommunen dazu, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. 

Die Energiepolitik ist das Schlüsselfeld zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels. Dieser Zusammenhang gilt global wie kommunal. Die Verfügbarkeit von Energie und die Art und Weise ihrer Bereitstellung für jeden Einzelnen wird zu einem immer dringlicheren Problem für unsere Gesellschaft. In der Lösung dieses Problems stecken aber auch erhebliche Chancen für die städtische und regionale Entwicklung. Das beginnt beim Recycling und setzt sich fort mit der Form von Energieversorgung: Der Übergang von der zentralen Versorgung mittels fossiler oder atomarer Energieträger zu dezentralen, regenerativen Energieversorgungssystemen wird für viele Kommunen neue Möglichkeiten eröffnen.

Mehr als Klimaschutz – Kommunen als Alternative zu Energiekonzernen

„100%-EE-Regionen“ sind Regionen und Kommunen, die sich das Ziel gesetzt haben, ihre Energieversorgung mittel- bis langfristig vollständig aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Doch die Umsetzung der Vorhaben gestaltet sich schwierig. Autarke Energieversorgungskonzepte waren bisher nur im Rahmen kleinerer Leuchtturmprojekte wie im Brandenburgischen Feldheim erfolgreich. Szenarien einer vollkommenen Unabhängigkeit größerer Regionen von Energieimporten und den großen Versorgern sind nach derzeitigem Stand der Technik nicht absehbar.

Als problematisch und hinderlich insbesondere für die Struktur der Netze erweist sich zudem, dass zu erwartende Wegbrechen potentieller Märkte für die großen Energieversorger. Widerstand von dieser Seite ist vorprogrammiert, sofern die Initiativen danach streben, Privathaushalte flächendeckend und größtenteils mit Energie zu versorgen, die in und von den Kommunen selbst erzeugt wird.

Deshalb versuchen wissenschaftliche Einrichtungen wie die Forschungsstelle für Umweltpolitik der FU-Berlin oder das Kompetenznetzwerk für dezentrale Energietechnologien die Erfolgsfaktoren und die zentralen  Herausforderungen auf dem Weg zu einer regionalen Vollversorgung mit Hilfe regenerativer Energien zu identifizieren. Und sie haben damit zunehmend Erfolg. Der Aufbau von Netzwerken, die Koordination von Projektaktivitäten und der umfassende Wissenstransfer zeigen Wirkung. Überall in Deutschland gründen sich entsprechende Initiativen.

In den Kommunen hat sich die Auffassung zu etabliert, dass wirksame Maßnahmen zur Förderung innovativer Energiepolitik auch unmittelbar vor der eigenen Haustür, in den Städten und Gemeinden funktionieren können. Schließlich wird genau hier aufgrund der räumlichen Konzentration und aufgrund unterschiedlicher Nutzungen ein großer Teil klimarelevanter Emissionen erzeugt. Doch das ist nicht alles. Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Konzepte zur Steigerung der Energieeffizienz bringen zahlreiche Standortvorteile mit sich: Mehr Unabhängigkeit von teuren Energieimporten, die Ansiedlung zukunftsträchtiger Unternehmen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze gehören ebenso dazu wie die Entwicklung von neuen Technologien und Know-How.

Trotz der beschriebenen Probleme darf man deshalb darauf hoffen, dass der Prozess zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien von einer Dynamik getragen wird, die sich für viele Menschen aus der Vorstellung ergibt, dauerhaft mit sauberer, sicherer und bezahlbarer Energie versorgt zu werden.

Handlungsfelder für regionalen Klimaschutz: Biomasse und Wind

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