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CSR-Ranking: Unternehmensstrategie Nachhaltigkeit

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SantiMB . / Foter.com / CC BY-NC-ND

Debatten zur gesellschaftlichen Verantwortung der Wirtschaft sind oft von einer negativen Berichterstattung zu Werks- und Standortschließungen, Rücksichtslosigkeit gegenüber ökologischen Belangen, Steuerhinterziehungen oder fragwürdigen Führungsmethoden geprägt. Das Vertrauen einiger Bürger in die Marktwirtschaft und das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft nimmt dadurch Schaden.

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Diese Wahrnehmung der Öffentlichkeit wird verstärkt durch vordergründige Greenwashing-Kampagnen einiger Unternehmen (Bsp.: RWE-Energieriese), die deren besondere Orientierung an Nachhaltigkeitskriterien unterstreichen sollen. Mit tatsächlichem Engagement hat das nichts zu tun. Beim mündigen Konsumenten dürfte diese Art von PR daher  eher die gegenteilige als die ursprünglich intendierte Wirkung entfalten.

Dennoch, das Bild des Unternehmers, der rücksichtslos gegenüber Ökologie und Gesellschaft seiner kapitalistischen Profitgier frönt, ist selbstredend überspitzt und objektiv betrachtet schlicht falsch. Der weit überwiegende Anteil der Unternehmen in Deutschland steht für eine ausgeprägte soziale, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung. Dieser Zusammenhang gilt nicht nur für viele kleinere und mittlere Familienunternehmen, in denen diese Formen der Verantwortungsübernahme oft zum Selbstverständnis gehören und eine ungleich längere Tradition besitzen als in anonymen Publikumsgesellschaften. Es gilt auch zunehmend für große börsenorientierte Konzerne.

Berichtet wird über diese Formen unternehmerischen Engagements jedoch oft weit weniger als über die so genannten „schwarzen Schafe“. Dies liegt zum Teil auch an den Unternehmen selbst, die sich zwar in vielfacher Weise engagieren, über ihren Einsatz aber oftmals nur sehr zurückhaltend kommunizieren.

Das Schlagwort für diese Formen freiwilligen, unternehmerischen Engagements lautet „Corporate Social Responsability“ (CSR). Die Europäische Union definiert CSR als ein „Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.“ Es ist eine Art Bekenntnis der Privatwirtschaft zu sozial und ökologisch verantwortungsvoller Unternehmensführung.

Starbucks: Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit
el patojo / CC BY-NC-SA

Das Thema CSR – hierarchisch mal  höher, mal tiefer angesiedelt – ist heute in kaum einem größeren deutschen Unternehmen wegzudenken. Ob der CSR-Siegeszug auf das wachsende Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeitskriterien oder auf unternehmerisches Selbstverständnis zurückzuführen ist, ist 1. nicht zu ergründen, dürfte 2. von Fall zu Fall unterschiedlich sein und ist 3. letztlich vollkommen gleichgültig. Die Entwicklungen laufen nebeneinander und befördern sich wechselseitig.

Fakt ist: CSR wird für immer mehr Unternehmen zu einem wichtigen strategischen Steuerungsinstrument mit Hilfe dessen gesellschaftliches Engagement nicht als rein philanthropisches Anliegen, sondern als Kernbestandteil der eigenen Unternehmensstrategie begriffen, zur Steigerung des Markenwertes oder zur Risikoabwehr eingesetzt und entsprechend in die Unternehmenskommunikation integriert wird. Und es wird für immer mehr Konsumenten zu einem Kriterium beim Treffen von Kaufentscheidungen.

Corporate Knights, das Magazin für „sauberen Kapitalismus“, stellte kürzlich zum sechsten Mal eine Liste der 100 nachhaltigsten Großunternehmen der Welt vor. Das CSR-Ranking wird in diesem Jahr von der General Electric Company angeführt. Das Unternehmen wird insbesondere für sein ambitioniertes Programm “ecomagination” ausgezeichnet sowie für seine Programme zur Abfallvermeidung, Initiativen im Bereich Diversity und für die Erfolge bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Unter den TOP 100 finden sich 21 Unternehmen aus Großbritannien, gefolgt von 12 Unternehmen aus den USA. Aus Deutschland sind vier Konzerne unter den Global-TOP-100 verzeichnet: Siemens auf Rang 6, das Düsseldorfer Familienunternehmen Henkel auf Rang 11, Adidas auf Rang 28 und SAP auf Rang 79.

Die Ergebnisse der Studie:

http://www.global100.org/annual-reviews/2010-global-100-list.html

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