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Urban Mining und der Hunger nach Rohstoffen

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Schockwellenreiter / Foter.com / CC BY-NC-ND

Dass bestimmte Rohstoffe täglich knapper und proportional zur wirtschaftlichen Entwicklung der großen Industrienationen und Schwellenländer auch begehrter und damit teurer werden, ist prinzipiell bekannt. Der Zusammenhang folgt den Gesetzen der Marktwirtschaft, wo Nachfrage und Verfügbarkeit von wichtigen Ressourcen auch deren Preis bestimmen. Insofern sollte die Weiterentwicklung von umweltschonender Rohstoffrückgewinnung nicht nur in Metropolregionen und Ballungszentren ein unbestrittenes Thema sein, welches ganz oben auf die Agenda gehört. Auch Unternehmen aller Branchen und Privatpersonen sollten am Urban Mining, also am städtischen Bergbau in Form der Gewinnung von Sekundärrohstoffen aus leicht verfügbaren Quellen, interessiert sein.

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Diese Rohstoffquellen finden sich tatsächlich vor der eigenen Haustür bzw. im eigenen Haushalt. Handys, Computer und andere Elektrogeräte, Autos oder sogar Häuser: Alle teilen, dass sie unterschiedliche Mengen an wertvollen Rohstoffen in sich tragen, die nach ihrem ‚Ableben‘ mithilfe eines intelligenten und effizienten Rohstoffmanagements wieder für andere Vorhaben genutzt werden können.

So bietet beispielsweise die Tatsache, dass im Immobilienbereich mehr und mehr im Bestand gebaut wird, die Chance den dadurch anfallenden Bauschutt und das Abbruchmaterial als Grundlage für neue Bauten zu verwenden. Die enthaltenen Rohstoffe wie beispielsweise Kupfer können auf diesem sekundären Weg viel einfacher und umweltschonender gewonnen werden, als durch den Abbau von Erz in entsprechenden Bergwerken oder aber durch teuren Import.

Game Boy & C64: Gestern Top, heute Schrott.farnea / Foter.com / CC BY-SA

Dasselbe gilt für praktisch alle Elektrogeräte, die meist (wenn auch nur in kleinen Mengen) edle Metalle wie Gold, Silber und Palladium enthalten. In Anbetracht der Tatsache, dass die Rückgewinnung sehr viel günstiger und Ressourcen schonender ist, scheint es beinahe schon eine Verpflichtung gegenüber dem eigenen ökologischen Gewissen, entsprechende Geräte den jeweiligen Recycling- oder Wertstoffhöfen zuzuführen. Diese werden in der Regel von den Städten, Kommunen oder aber auch von gemeinnützigen Trägern betrieben. Hier werden nicht nur Rohstoffe zurückgewonnen bzw. sortiert, sondern es entstehen ebenso Beschäftigungsverhältnisse, teilweise eben auch für niedrig qualifizierte Arbeitskräfte, die ansonsten wenige Chancen auf Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt hätten.

Die Stadt als prinzipiell sehr einfach zugängliche Rohstoffmine und dankbare Quelle für Sekundärrohstoffe ist demnach in jeglicher Hinsicht erstrebens- und erkundungswert.

Autor: Marcello Buzzanca

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