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Schadstoffe: Chemikalien in Kinderkleidung

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Rubber Boot and Balls
kohlmann.sascha / Foter / CC BY-SA

Ob Billigware oder teure Marke: Kinderkleidung ist oft genauso belastet wie Mode für Erwachsene – nur schaden die Chemikalien den Kindern viel mehr. Greenpeace hat im Rahmen einer Kampagne 82 Kleidungsstücke zwölf internationaler Modefirmen getestet.

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Dabei wurden bei fast jeder getesteten Marke Stoffe wie Weichmacher, Nonylphenolethoxylate (NPE) oder per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) gefunden. Einige dieser Stoffe sind hormonell wirksam oder krebserregend. Zudem kontaminieren sie Flüsse und Trinkwasser in den Produktionsländern.

Monster im Kleiderschrank

Teurere Hersteller produzieren nicht sauberer als billige. Weichmacher fanden sich in 33 von 35 getesteten Kleidungsstücken mit Plastisol-Aufdrucken. Ein teurer Kinderbadeanzug von Burberry war genauso stark belastet wie der billige von Primark. Am stärksten verunreinigt war jedoch ein Badeanzug von Adidas. Ein in Deutschland gekauftes T-Shirt der Modekette Primark enthielt 11 Prozent Weichmacher. Ein Wert, der laut EU-Recht für Kinderspielzeug verboten wäre – bei Kinderkleidung greifen diese Regelungen jedoch nicht.

Weitere Produkte waren unter anderem mit der als krebserregend geltenden Perfluoroctansäure (PFOA) belastet. Ein Badeanzug von Adidas enthielt 15 Mikrogramm PFOA pro Quadratmeter. Er überschreitet damit die vom Unternehmen selbst gesetzte Höchstmarke um das Fünfzehnfache. Auch in Kleidungsstücken von Nike, Puma, Burberry, H&M, C&A und Disney wurden Schadstoffe festgestellt. Sie können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen.

Kampagnendruck zeigt Wirkung

18 Textilhersteller von Mango über H&M bis Adidas haben im Nachgang der Studie eingewilligt, bis 2020 vollständig auf Risiko-Chemikalien zu verzichten. Auch die britische Luxusmarke Burberry will komplett auf den Gebrauch gefährlicher Chemikalien in der gesamten Produktionskette verzichten. Außerdem will Burberry bis Juni 2014 die Abwasserdaten der Zulieferer – mit Mengenangaben zu allen gefährlichen Chemikalien – offenlegen.

Schutz vor schadlichen Chemikalien bieten z.B. Textil-Siegel vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) oder vom Global Organic Textile Standard (GOTS). Kinderkleidung sollte zudem vor dem ersten Tragen mind. 2-3 mal gewaschen werden.

Greenpeace-Kinderkleidungstest

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