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Vegetarismus

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Die industrielle Produktion von Lebensmitteln hat im Laufe des 20. Jahrhunderts enorme Veränderungen durchlaufen. Der Ort des Anbaus von Nutzpflanzen bzw. der Zucht von Tieren und der Ort des eigentlichen Verzehrs liegen heute häufig sehr weit auseinander. Für den Transport wird Energie verbraucht und es werden Schadstoffe ausgestoßen. Auch werden Nahrungsmittel nicht mehr nur bedarfsdeckend hergestellt, sondern es herrscht eine permanente Überproduktion. Gerade der Fleischverzehr hat für den Klimaschutz verheerende Folgen. Etwa 70% des landwirtschaftlich genutzten Landes wird allein für die Viehzucht beansprucht. Und nicht nur Land, sondern auch enorme Mengen an Wasser, Lebensmitteln und Energie werden zur Fleischproduktion benötigt. Es ist offensichtlich, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung, neben den ethisch-moralischen Aspekten, auch dem Weltklima zugute kommt.

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Ausstoß von Treibhausgasen

Von der Produktion des Futters, über die Aufzucht der Tiere bis hin zu deren Schlachtung und Transport zu den Endverbrauchern werden bei jedem einzelnen Schritt klimaschädigende Gase freigesetzt. Der CO2-Ausstoß, der auf die Fleischproduktion entfällt, wird mit etwa 9% angegeben. Dazu kommen Emissionen der wesentlich aggressiveren Gase Methan (CH4) mit 37% und Distickstoffmonoxid bzw. Lachgas (N2O) mit sogar 65%. Sowohl Lachgas als auch Methan beschleunigen den Treibhauseffekt deutlich stärker als Kohlenstoffdioxid, weshalb ihr Ausstoß umso folgenschwerer für das Klima ist.

Waldrodung für Ackerland

30/64 Marokkanisches Gemüse mit Kichererbsen und Kartoffeln
Butaris / Foter / CC BY-ND

Die etwa 20 Mrd. Nutztiere, die allein für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden, benötigen natürlich auch Raum zum Leben. Genau an diesem Punkt wird dem Klima ein ganz entscheidender Ausgleichsfaktor genommen – die Wälder. Jährlich werden 3 Millionen Hektar Regenwald für die landwirtschaftliche Nutzung gerodet. Damit entfallen mehr und mehr die natürlichen CO2-Vernichter und zugleich wird die Grundlage dafür geschaffen, um noch weitere Mengen dieses Treibhausgases auszustoßen. Ein Teufelskreis, der kein Ende zu nehmen scheint, denn nicht nur die Bevölkerungszahl steigt weltweit stetig an, sondern auch der Pro-Kopf-Verzehr von Fleischprodukten. So liegt der durchschnittliche Verzehr in den Industrienationen bei etwa 90kg pro Kopf und Jahr. In den USA sind es gar über 120kg.

Wasser und Futter

Um diese riesigen Massen Fleisch produzieren zu können, werden zudem enorme Mengen an Wasser und auch Futtermitteln verbraucht. Für die Herstellung von einem Kilogramm Fleisch werden ca. 15.000 Liter Wasser benötigt – genug um fast 300 Maschinen Wäsche zu waschen. Im Vergleich dazu: Für die Produktion eines Kilogramms Getreide werden nur ca. 1.500 Liter Wasser gebraucht. Neben dem Wasser müssen außerdem pflanzliche Nahrungsmittel für das Füttern angebaut werden. So werden bis zu 90% der globalen Sojabohnenerträge  und nahezu 50% des Getreides an Nutztiere verfüttert.

Fazit

Die Fakten sprechen an dieser Stelle für sich: Eine vegetarische Ernährung verringert den Ausstoß von klimaschädigenden Gasen wie Kohlenstoffdioxid, Methan und Lachgas merklich. Sie hilft darüber hinaus, kostbares Trinkwasser und Nahrungsressourcen einzusparen und wirkt auch der weiteren Vernichtung des Regenwaldes entgegen. Eine deutliche Reduktion der persönlichen Verzehrmenge an Fleisch hilft damit direkt, die eigene Klimabilanz zu verbessern und somit den Klimawandel hinauszuzögern!

Abschließend sehen Sie eine tabellarische Gegenüberstellung der Werte entsprechend des Ernährungsverhaltens pro Kopf und Jahr:

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